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04.06-05.06.2011 Hobbycup und SK-Lauf in Hof (von Stephan Schreiter)
Nachdem das Rennwochenende in Greuthof mit einem gemischten Ergebnis zu Ende ging (Platz 2 beim Hobbycup, Ausfall im B-Finale des SK-Laufes), sollte es am 4./5. Juni in Hof besser werden. Wieder hatte ich für beide Klassen gemeldet und mit der Erfahrung aus Greuthof verbesserte ich das Fahrwerk, so das ich auch bei Temperaturen über 25° ein leicht zu fahrendes Auto hatte. Aus meinem Materialfundus holte ich blaue Serpent Federn hervor (mittelhart) und die Stoßdämpfer wurden mit CST 1000 Öl befüllt. Bei den Dämpferplatten blieb ich bei 2 Löchern für vorne wie hinten. Zwar neigte das Auto jetzt beim Berühren der Curps etwas dazu aufzusteigen, aber der Razor war deutlich direkter und wirkte bei steigenden Temperaturen weniger "teigig".
War ich zu Beginn der Vorläufe noch sehr zuversichtlich, so trafen mich dann einige Defekte sehr überraschend und bescheerten mir einen arbeitsreichen Tag. Das schlimmste jedoch war die Tatsache das mein Hobbycup-Motor, mit dem ich das Rennwochenende bestreiten wollte, arge Probleme bereitete und mangels Kompression arg an Leistung verlor. So fand ich mich Samstag Abend nach den Vorläufen beim Hobbycup auf Platz 2 wieder und beim SK-Lauf an vorletzter Stelle. Da beim Hobbycup alle Teilnehmer automatisch im Finale waren, konzentrierte ich mich zunächst auf die letzten beiden Vorläufe des SK-Laufes am Sonntag und tauschte den schwächelnden Cupmotor noch gegen einen Nova-Mega aus.
In den letzten beiden Vorläufen am Sonntag konnte ich mir dann noch den fünften Startplatz im Halbfinale B sichern. Trotz meines etwas durstigen Motors der mich alle 4 Minuten zum Nachtanken in die Box zwang und einem Trockenlauf kurz vor Finalende, konnte ich meinen vierten Platz und damit den Einzug ins A-Finale sichern.
Dank einer günstigen Finallauf-Abfolge hatte ich jetzt ausrechend zeit, meinen schwächelnden N21 5T ein zu bauen, um am Endlauf des Shepherd Hobbycup-Laufes teil zu nehmen. Da sich hierzu nur 3 Teilnehmer eingefunden hatten wurde die Laufzeit auf 15 Minuten gesetzt und ich war guter Hoffnung, das mein Motor das noch durchhalten würde. Bereits kurz nach dem Start hatte Maverick Reisinger einen kurzzeitigen technischen Ausfall so das ich quasi kampflos die Führung übernehmen konnte. Schnell hatte ich auf Alois Götsch einen guten Vorsprung herausgefahren und schonte anschließend etwas meinen Motor um auch sicher die Zielflagge zu erreichen. Mit einem kleinen Lächeln und dem Sieg verließ ich den Fahrerstand und es folgte ein erneuter Motorenumbau, denn das A-Finale des SK-Laufes stand für mich noch auf dem Program.
Nach dem Start hatte ich schnell meinen Rythmus gefunden und ich schwamm locker im Mittelfeld mit den anderen mit. Nach etwa 10 Minuten konnte ich jedoch an einer der schnellsten Stellen einem querstehenden Fahrzeug nichtmehr ausweichen und mußte kurzzeitig in die Box um meine Airbox und den Heckspoiler zu richten, was mich fast 2 Minuten Zeit kostete. Unbemerkt blieb leider ein abgerissener Druckschlauch am Resorohr. Den danach folgenden Leistungsabfall erklärte ich mir mit einem klemmenden 2ten Gang, was nach einem solchen Crash durchaus möglich gewesen wäre und so drückte ich den Razor in den letzten 20 Minuten irgendwie um die Strecke. Schlußendlich reichte es dann für den 8ten Platz, was klassenbereinigt einen guten vierten Platz in der Klasse 2 bedeutete.
Es wäre sicher mehr drinn gewesen, aber das wichtigste aus diesem Wochenende ist die Erkenntnis, das der Razor durchaus konkurenzfähig ist ohne dabei ein heikles Fahrverhalten an den Tag zu legen.
Nach dem Rennen ist vor dem Rennen und so steht bereits die Vorbereitung zum nächsten Rennen an, welches in 3 Wochen in Amberg statt findet.
Bilder
21.04.2011 Interview mit Teamfahrer Marcus May aus Anlass der anstehenden Euro B
WT-Models: | Hallo Marcus, wie weit sind die Tests für die Euro vorangeschritten und an was arbeitest Du zur Zeit? |
MMa: | Naja, nachdem das Engagement von EDAM Taiwan dazu kam, kamen auch neue Teile ins Spiel. Diese wollen gestet werden :-)
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WT-Models: | Welche Teile sind das und was genau meinst Du?
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MMa: | Vor der Euro hat sich EDAM entschieden, mich direkt aus Taiwan zu unterstützen. Ich habe daher einen Teil meines Materials aus Taiwan bekommen. Unter anderem einen Spirit 980 und entsprechendes Zubehör, um es zu einem OPX umzubauen.
Wichtig für mich persönlich war, dass die neuen Alu-Teile für vorne gekommen sind. Die Halter für den vorderen Stabi und die dazgehörigen Ösen gibt es inzwischen komplett aus Alu. Diese sind fest und halten den eingestellten wert 1A
Die Alu Bulkheads vorne wurden erneut überarbeitet und haben nochmals 15g Gewicht verloren. EDAM hat eine eigene EFRA Haube hergestellt, eine Mitsubishi EVO. Es gibt für den Mittelantrieb (vorne) eine sehr leichte Welle.
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WT-Models: | Kannst Du schon was zu den konkreten Tests sagen, wie schauts effektiv bei Dir aus?
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MMa: | Ich hab mein Auto jetzt wieder umgebaut und fahre komplett Alu. Das heißt Alu Bulkheads vorne, die Stabiaufnahme aus Alu, den Mittelblock aus Alu- mit der leichten Welle und ansonsten die Teile aus dem OPX.
Ich habe jetzt ein paar Tests hinter mir und kann sicher sagen, dass meine Kurvengeschwindigkeit enorm gestiegen ist. Wir hatten ja in der Vergangenheit auf griffigen Strecken öfter mal das Problem, dass unser Auto mehr um die Kurve gestottert ist, wie das es rollte.
Durch die neuen Teile vorne, merkt man extrem, dass das Auto nun ausgewogen durch beide Seiten einer Kurve gefahren werden möchte. Ich kann z.B. in Wiesbaden in manchen Kurven jetzt ganz anders zur Sache gehen. Ich habe meine Gesamtrundenzeit auf anhieb um 5 Zehntel senken können.
Hinzufügen sollte ich noch, dass die neue EDAM Haube lackiert geliefert wurde in meinem grünen Design :-) etwas schwerer ist wie herkömliche Hauben, aber gerade dadurch sensationell funktioniert. Man hat hier einen guten Job gemacht und die Haube erzeugt ausgewogen Griff, sieht gut aus und macht einfach nur Spaß zu fahren.
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WT-Models: | Wie ist sonst so der Sachstabnd der Vorbereitung, hast Du noch besondere Pläne?
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MMa: | Für mich war es wichtig aus dem OPX und den neuen Teilen, meine "Brocken" zu finden, wie ich die Rennsaison fahren möchte. Natürlich hängt das von der Strecke ab, allerdings eine gewisse Grundtendenz zu den Hauptteilen wollte ich herausfiltern.
Dies haben wir erfolgreich abgeschlossen und die Grundkonfig hat sich Richtung Alu verändert. Gut, vorher war das Gewicht wichtiger, dass gerät durch die neuen Aluteile und die neue Welle wieder etwas ausser Fokus. Ich wiege mit dem jetzigen Setup insgesamt nur 20 g mehr, habe aber ein Auto was wirklich gut geht.
Große Besonderheiten gibt es nicht mehr. Das Wetter spielt toll mit, daher habe ich mir über Ostern frei genommen und werde täglich auf die Strecke fahren. Der Aufwand den wir betreiben ist wirklich hoch- aber wir haben ja einen Traum :-)
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WT-Models: | Wie schätzt Du Deine Chancen auf der Euro ein und wer ist in Deinen Augen Favorit?
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MMa: | Lässt sich so einfach nicht beantworten. Ich kenne die dort fahrende europäische Konkurrenz zu wenig, da es mein erstes internationales Rennen ist. Ich weiß nur, dass es viele Deutsche gibt, die sich qualifiziert haben. Ausschau sollte in jedem Fall auf Patrick Nähr und Patrick Gassauer halten.
Beide fahren mit neuen Autos und ich habe Patrick Nähr in Italien getroffen, wo er eine starke Vorstellung bot. Von Patrick Gassauer habe ich noch nicht viel gesehen, er ist in der Regel aber immer fürs Finale gut. Bei mir hat sich vieles Verändert. Vom kämpfen auf der Strecke zu bleiben zur meiner heutigen Verfassung hat sich viel getan,
ich arbeite sehr konzentriert an einzelnen Baustellen, schnell und sauber zu fahren und von Kurve zu Kurve zu denken. Das Hilft wirklich und äußert sich positiv in den Zeiten. Toll ist, dass ich mir um das Auto keine Sorgen machen muss. Das Auto hat bereits tolle Ergebnisse dieses Jahr eingefahren und funktioniert einfach nur. Hinstellen und fahren ist das Motto.
Nach dem ersten Quali-Lauf kann ich die Frage vermutlich besser beantworten. Ich habe für WT und für EDAM eine riesen Verantwortung und möchte das Auto einfach dahin bringen, wo es hin gehört, dem Auto fehlen Erfolge, denn es kann es, da bin ich mir sicher. Wir haben einen Traum und für den arbeiten wir sehr hart. Ich bin froh, dass wir ORCAN Antriebsmittel als Sponsor
gewinnen konnten, denn die Kollegen von SMI werden uns die ganze Saison begleiten. Ich denke motorentechnisch sind wir bestens versorgt mit einer menge Leistung :-) Ausgegebens Ziel sollte das Halbfinale sein und wenn man da ist, kanns ganz schnell Finale heißen. Wenn alles passt und ich funktioniere und keine Fehler mache ist echt viel drin.
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WT-Models: | Vielen Dank für den Einblick in Deine Vorbereitungen und wir wünschen Dir und dem Team ganz viel Glück und zeig allen was in dem OPX steckt.
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MMa: | Danke Euch. Und das muss an dieser Stelle auch mal gesagt werden. Danke an das Team von WT-Models, EDAM und Orcan. Ihr macht ein super Job und unterstützt uns echt toll. Mal sehen was die Saison so bringt. Wir glauben an uns und unser Auto. Mit dem nötigen Glück werden wir dieses Jahr sehr erfolgreich sein. Schaut ab und zu mal bei Facebook rein, ich halte alle EDAM Fans dort auf dem laufenden. Liebe Grüße
Marcus May Factory Teamdriver EDAM Taiwan, WT-Models und Orcan.
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01.04-03.04.2011 Trofeo EDAM Bologna
Am vergangenen Wochenende stand zur Vorbereitung auf die kommende EM-B in Holland erneut ein weiterer Renntest an.
Das EDAM Team Deutschland hat sich wieder einmal auf die Reise gemacht in das schöne sonnige Italien.
Es ging in das ca. 1000km entfernt gelegene Bologna in Italien. Dort richtete der Italienische Importeur- Sabattini Cars
die dritte Trofeo EDAM aus. Das Starterfeld las sich sehr gut, sodass eine gute und solide Konkurrenz zu erwarten war.
Im Vorfeld konnten wir unseren neu hinzugewonnen Sponsor, die SMI Modell-Vertriebs-GmbH besuchen und unser Material
für die nächste Zeit in Empfang nehmen. Wir haben ATS Reifen bekommen, die wir dringend testen wollten und wir haben
unseren neuen ORCAN Sprit, den 25/16 Plus bekommen sowie die Motoren für die nächsten Rennen.
Die Anreise lief diesmal etwas anders ab, Holger und ich machten uns Freitag früh, gegen halb 2
Uhr früh auf die Socken, da wir gegen 11.00h auf der Strecke in Bologna sein wollten. Unsere tapferen Helferlein,
Susann und Peter sind dann natürlich Standesgemäß am Freitag- abend nach Bologna eingeflogen, die wir gegen 22:00h vom Flughafen abgeholt haben.
Der erste Tag auf der Strecke galt wieder dem Kennenlernen der Strecke und dem Finden nach einem entsprechenden Setup.
Holger kämpfte mit seinem neuen Motor, den er einlaufen lassen wollte für das Rennen. Ich habe die ersten Runden noch mit
meinem alten 353 der Vorsaison absolviert und konnte dann problemlos auf meinen neuen ORCAN LR3MH umsteigen, denn dieser
war bereits eingelaufen von der EM A letztes Jahr, wo dieser von Dirk Wischnewski genutzt wurde.
Holger fuhr insgesamt 100 Runden und ich ca. 50. Die Zeiten machten sich gut und wir waren für den ersten Tag hoch zufrieden.
Am Samstag kam auch ich in den Genuss den neuen Motor zu fahren und ich muss sagen WOW, ich hatte bislang nichts Besseres
und es macht einfach nur Spaß. Wir haben die Übersetzung angepasst und am Setup gefeilt sodass der Renntag, der Sonntag kommen konnte.
Das Qualifying lief wieder in der zurzeit modernen Manier, 3 mal 7 Minuten und dann zählt dass beste Ergebnis.
Im ersten Lauf konnte Holger eine sehr gute viert beste Zeit fahren, mit 25 Runden und ein paar Sekunden Überzeit, womit er auch mir
gegenüber erst mal ein Zeichen setzte. Seltsamer Weiße wurde die erste Vorlaufgruppe, in der sich Holger befand immer langsamer.
Holger schaffte nur einmal die 25 Runden und ich kämpfte an ihn heran zu kommen. Das Quali war hart aber auch sehr fair gefahren
worden von allen Teilnehmern. Ich kam in jedem Lauf super und ohne Fehler durch. Holger schaffte es Dank seiner tollen Leistung aus dem
1ten Vorlauf auf einen 6 Startplatz im A Finale und ich fuhr auf den 8ten Startplatz, sodass das A Finale beginnen konnte.
Man muss dazu sagen, dass wir echt super Wetter hatten mit knapp 28 grad Außentemperatur,
waren die Rennbedingungen mehr als optimal.
Im Finale wurde es komisch, für Holger als auch für mich. Ich hatte den Start ein wenig verschlafen und fiel
zunächst auf den 9ten Platz zurück. Zudem bekam ich mit zunehmender Renndauer mit meinem Motor Probleme ich dachte schon der
fliegt mir jede Minute um die Ohren, weil er wollte und wollte nicht mehr in den 2ten Gang schalten- aber dazu mehr später.
Holger dreht seine Runden und kam gut durch das Feld, teilweise auf Platz vier und drei liegend. Dann hatte er echt Pech und sein
Motor ging schlagartig aus, hatte hierbei allerdings das Glück, dass er mit dem letzten Schwung seinem Helfer in der Boxengasse vor
die Füße rollen konnte. Dieser Schaltete sofort und wechselte nach fehlgeschlagenem Startversuch im Akkord die Glühkerze. Dann Tanken,
und auf ging’s wieder auf die Piste zur Aufholjagd. Allerdings hatte Holger hierdurch bereits eine menge Zeit (ca. 1 Minute) verloren,
sodass er mächtig gas geben musste. Ich entschloss mich einen meiner Tankstops in etwa in Mitten des Rennens vorzuziehen, um noch mal am
Motor zu drehen. Susann drehte den Motor magerer und tankte. Ich zog am Gashahn beim Herausbeschleunigen aus der Boxengasse und wusste sofort,
der Motor war schlicht und ergreifend zu fett. Ich konnte jetzt überholen und angreifen, was ich dann auch tat.
Im Endergebnis fuhr ich auf einen tollen 6ten Platz und Holger landete mit 3 Runden Rückstand auf Platz 7. Hätte ich meinen Motor von vornherein
zur Verfügung gehabt, wären wir echt fürs Podium gut gewesen. Eine Halbe Stunde ohne einen Fehler durch zu fahren mit passablen Zeiten,
so muss das sein und es hat funktioniert. Selbst die Reifen, die auf dieser Strecke ein Problem waren hielten top.
Ein besonderer Dank gilt der Fa. Sabattini Cars, die uns mit allem versorgt haben, was wir brauchten, angefangen bei Teilen und Shirts
pp. Vielen lieben Dank.
Im Fazit konnten wir folgendes mitnehmen:
- der OPX ist sehr robust und hält locker ohne Probleme die Finale durch.
- Der ORCAN LR3MH ist der Knaller und absolut empfehlenswert.
- Die ATS Reifen von SMI, die auch bei WT Models erhältlich sind, sind günstig und bieten einen super Grip.
- Die neue Audi A5 Karo von SMI und auch die neue Mitsubishi Karo von EDAM sind ebenfalls mehr als empfehlenswert.
Weiter geht’s für uns nächstes Wochenende in Bad Breisig 16/17.04.2011, bei einem SM Lauf der Gruppe West, bevor wir mit
der Quali für die DM in Ettlingen anfangen. Denn von da aus wird es dann ernst- da wir unmittelbar als Bestandteil des DMC Teams Deutschland
nach Holland reisen und die erste Mai Woche auf der EM verbringen und um die Krone kämpfen.
Wie gewohnt anbei wieder Bilder und ein Setup Sheet mit einigen Änderungen.
Viele liebe Grüße aus Bologna
Euer EDAM Racing Team GER
Bilder
Setupsheet
Saisonauftakt nach Maß für das EDAM Team Deutschland
Am 10.03.2011 machte sich das WT-Models / EDAM Team auf den Weg in weit entfernt gelegene Mesero (IT).
Morgens früh, gegen 03:30h ging die Fahrt los. Die knapp 700 km wurden zeitig absolviert, sodass wir angenehm
gegen 12.00 h in Mesero ankamen.
Wir wurden von der guten Seele des Vereins empfangen. Wir nannten ihn zunächst Luigi, fanden aber später heraus,
dass sein Name Bruno war. Das erste war nach guter italinischer Manier, ein Kaffee zur Begrüßung. Dann zeigte uns Luigi
die komplette Anlage, die bislang das Beste ist, was ich je gesehen habe. Top ausgestattet mit permanennter Zeitnahme,
Videoüberwachung und so weiter.....
Der restliche Donnerstag wurde genutzt, um ein Setup zu finden. Es schien uns auch gelungen zu sein, die Zeiten purzelten und wir
waren nur einen Hauch langsamer als die schnellsten Fahrer des ausrichtenden Teams. Mit einem versöhnenden 10 Minuten Lauf beendeten
wir den Tag und waren alle sehr erschöpft von der langen Anreise. Die Autos gingen gut und Holger und ich freuten uns schon auf
den kommenden Trainingstag. Man hatte beschlossen, das Rennen an nur einem Tag stattfinden zu lassen, am Samstag, dem 12.03.11, da
es sonntags regnen sollte.
Als ich dann am Freitag im Hotel wach wurde, ahnte ich schon, dass dieser Tag bescheiden enden würde. Ich bekam Fieber und mir wurde
immer schwindliger. Kurzum, mich hatte es voll erwischt. Heftiges Fieber mit Schüttelfrost usw. im Nachhinein stellte sich heraus,
dass ich eine ausgewachsene Bronchitis bekommen hatte. Mit Schüttelfrost schraubte ich meinen Rennmotor ins Auto und fuhr meine Runden.
Mein Auto ging zuverlässig und ich war zufrieden. Holger hatte nach einem heftigen Einschlag erneut Probleme sein Setup wieder
zu finden, denn sein Auto war nur noch am Kippen. Er schraubte bis spät in die Nacht hinein, und hat es schlussendlich hinbekommen.
Die Vorläufe gingen pünktlich um 9.30h los und ich war direkt mit der ersten Gruppe am Start. Ich kam ganz gut um den Kurs jedoch
waren meine Zeiten nicht wirklich konkurrenzfähig. Ich wusste, dass ich mich steigern müsste, um hier was zu reißen. Holger war
zu diesem Zeitpunkt deutlich schneller als ich und konnte sich im vorderen Mittelfeld platzieren.
Mit Fieber macht RC-Car fahren erst richtig Spaß, man muss nur das gesehene mittlere Auto steuern :-) Im 3. Vorlauf lief es auch
endlich bei mir rund, sodass ich mich noch einige Plätze nach vorne schieben konnte. Des einen Freud ist des Anderen Leid.
Ich schob mich dann ins B Finale und Holger fuhr ins C Finale. Wir waren beide mit der Leistung nicht ganz zufrieden,
denn da war mehr drin. Allerdings war mir aufgrund meiner gesundheitlichen Situation so ziemlich alles egal.
Holger fuhr der Konkurenz im C Finale davon, denn er war klar überlegen und vom Speed her locker gut fürs B Finale.
Leider ereilte Holger etwa nach der Hälfte des Rennens ein Pleulschaden am Motor, sodass er in Führung liegend, aufgeben musste.
Das B Finale fing gut an, ich kam gut weg und das Auto machte einfach nur Spaß. Die neuen Teile machen sich gut, unser Kurvenspeed
ist um ein vielfaches gestiegen im Vergleich zum letzten Jahr und das Auto funktioniert mehr als zuverlässig. So gelang es mir auf
einen tollen 3. Platz zu fahren, was mir trotz meiner Erkrankung sehr, sehr gut gefallen hat. Viele italienische Topfahrer konnte
ich hinter mir lassen und will gar nicht wissen, was möglich gewesen wäre, wenn ich mich hätte vernünftig konzentrieren können.
Wir haben Euch ein paar Bilder vom Event gemacht und ein Setup Sheet. Der OPX hat super Dienste geleistet und wurde in der
Rennversion, unten Plastik und oben Alu gefahren. Die näheren Details stehen im Sheet.
Das nächste Rennen ist wieder in Italien, die Trofeo EDAM in Bologna (IT), ausgetragen vom Italienischen Importeur- meinem Email
Freund Massimo. Mal sehen, wie es da so läuft, wir greifen dann richtig an :-) und werden weiter berichten.
Liebe Grüße von der Rennstrecke
Holger, Marcus und das Helferteam
Bilder
Setupsheet
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